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Was spricht man in Argentinien für eine Sprache?

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Argentinien liegt im Süden Südamerikas und begeistert Reisende mit seiner beeindruckenden Natur, lebendigen Kultur und gastfreundlichen Menschen. Doch welche Sprache wird in diesem faszinierenden Land eigentlich gesprochen? Spanisch ist die Amtssprache Argentiniens und wird von rund 45 Millionen Menschen gesprochen. Das argentinische Spanisch unterscheidet sich jedoch deutlich vom europäischen Castellano – nicht nur in der Grammatik, sondern auch in der melodischen Aussprache, die stark vom Italienischen beeinflusst wurde.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die sprachlichen Besonderheiten Argentiniens: vom charakteristischen Voseo über das berühmte Füllwort „Che“ bis hin zum faszinierenden Lunfardo-Slang. Außerdem geben wir Ihnen praktische Tipps für Ihre Reise nach Patagonien und zeigen Ihnen, warum Sprachkenntnisse Ihr Reiseerlebnis bereichern können.

Welche Sprache ist die Amtssprache in Argentinien?

Spanisch ist die alleinige Amtssprache Argentiniens und wird von nahezu der gesamten Bevölkerung gesprochen. Diese besondere Variante des Spanischen ist als Río-de-la-Plata-Spanisch oder Castellano Rioplatense bekannt und prägt die sprachliche Identität des Landes.

Argentinien ist das größte spanischsprachige Land der Welt – sowohl bezogen auf die Fläche als auch auf die geografische Ausdehnung. Mit seinen etwa 2,8 Millionen Quadratkilometern nimmt es eine beeindruckende Stellung in Südamerika ein. Die Wurzeln der spanischen Sprache in Argentinien reichen zurück bis zur Kolonialzeit, als spanische Eroberer und Siedler die Sprache auf den Kontinent brachten.

Was das argentinische Spanisch jedoch besonders macht, ist seine Entwicklung über die Jahrhunderte hinweg. Während in Spanien das Castellano relativ einheitlich blieb, entwickelte sich in Argentinien durch geografische Distanz und kulturelle Einflüsse eine eigenständige Variante mit charakteristischen Merkmalen. Besonders in der Region um den Río de la Plata – dem Grenzfluss zwischen Argentinien und Uruguay – entstand eine sprachliche Identität, die heute das ganze Land prägt.

Neben dem dominierenden Spanisch werden in Argentinien auch indigene Sprachen gesprochen, wenn auch in deutlich geringerem Umfang. Diese sprachliche Vielfalt spiegelt die komplexe Geschichte und kulturelle Entwicklung des Landes wider, die Sie auch in den vielfältigen Landschaftsformen Argentiniens erleben können.

Welche anderen Sprachen werden in Argentinien gesprochen?

Neben Spanisch werden in Argentinien zahlreiche weitere Sprachen gesprochen. Italienisch ist mit etwa 1,5 Millionen Sprechern die zweitwichtigste Sprache, gefolgt von Arabisch mit circa einer Million Sprechern sowie verschiedenen indigenen Sprachen wie Quechua, Guaraní und Mapudungun.

Italienisch – die zweitwichtigste Sprache

Die italienische Sprache hat eine besondere Bedeutung in Argentinien, die auf die massive Einwanderungswelle Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zurückgeht. Etwa 60 Prozent der heutigen argentinischen Bevölkerung haben italienische Wurzeln, was das Land deutlich geprägt hat.

Der italienische Einfluss zeigt sich nicht nur in der Anzahl der Sprecher, sondern vor allem in der Sprachmelodie des argentinischen Spanisch. Die charakteristische singende Betonung, die viele Besucher sofort wahrnehmen, kommt direkt aus dem Italienischen. Viele Italiener ließen sich vor allem in Buenos Aires und der Pampa-Region nieder, wo sie ihre sprachlichen Spuren hinterließen.

Interessanterweise haben einige italienische Wörter ihren Weg direkt in den argentinischen Wortschatz gefunden:

  • Birra (vom italienischen „birra“) statt „cerveza“ für Bier
  • Facha (vom italienischen „faccia“) für Gesicht
  • Yirar (vom italienischen „girare“) für herumstreifen

Diese Lehnwörter sind heute fester Bestandteil der Alltagssprache und werden von allen Argentiniern verstanden und verwendet, besonders in der traditionellen Küche Argentiniens.

Arabisch und weitere Einwanderersprachen

Die Einwanderung aus Syrien, Jordanien und dem Libanon hat Arabisch zur dritthäufigsten Sprache Argentiniens gemacht. Etwa eine Million Menschen sprechen heute noch Arabisch, vor allem in urbanen Zentren wie Buenos Aires.

Darüber hinaus gibt es in Argentinien auch deutschsprachige und jiddischsprachige Gemeinschaften, die ihre Sprachen pflegen. Besonders in der Provinz Entre Ríos und in Patagonien siedelten sich deutsche Einwanderer an, deren Nachfahren teilweise noch heute Deutsch sprechen. Diese sprachliche Vielfalt ist ein Zeugnis der reichen Einwanderungsgeschichte des Landes.

Indigene Sprachen

Die indigenen Sprachen Argentiniens werden heute noch von mehreren Hunderttausend Menschen gesprochen, auch wenn ihre Bedeutung im Vergleich zur Kolonialzeit stark zurückgegangen ist:

  • Quechua: Etwa 800.000 Sprecher, vor allem in der Andenregion im Nordwesten
  • Guaraní: Verbreitet im Nordosten Argentiniens, in der Provinz Corrientes hat es sogar einen amtssprachlichen Charakter
  • Mapudungun: Die Sprache der Mapuche in Patagonien und den südlichen Anden

In der Provinz Chaco haben mehrere indigene Sprachen wie Wichí, Toba und Mocoví ebenfalls offiziellen Status. Diese sprachliche Anerkennung ist ein wichtiger Schritt zur Bewahrung des kulturellen Erbes der ursprünglichen Bewohner Argentiniens, auch im Feuerland .

Wie unterscheidet sich das argentinische Spanisch vom europäischen?

Das argentinische Spanisch unterscheidet sich vom europäischen vor allem durch die charakteristische Aussprache, die besondere Grammatik mit dem Voseo und einen eigenen Wortschatz, der stark vom Italienischen und anderen Einwanderersprachen geprägt ist.

Aussprache und Betonung

Die auffälligste Besonderheit des argentinischen Spanisch ist die Aussprache bestimmter Laute. Während das doppelte „ll“ im europäischen Spanisch wie das deutsche „j“ in „ja“ ausgesprochen wird, klingt es in Argentinien wie ein sanftes deutsches „sch“. Dieses Phänomen nennt man Šeísmo oder Žeísmo.

Praktische Beispiele:

  • Calle (Straße): wird wie „Casche“ ausgesprochen
  • Llamo (ich heiße): klingt wie „Schamo“
  • Playa (Strand): wird zu „Plascha“

Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist der Seseo: Die Buchstaben „c“ (vor e und i) und „z“ werden nicht wie das englische „th“ ausgesprochen, sondern als scharfes „s“. Dies ist übrigens in ganz Lateinamerika üblich und macht die Aussprache für deutschsprachige Lernende deutlich einfacher.

Die italienische Sprachmelodie verleiht dem argentinischen Spanisch außerdem einen musikalischen Klang, der sich deutlich vom kastilischen Spanisch unterscheidet. Viele Besucher beschreiben den Klang als melodischer und weicher als das europäische Pendant.

Der Voseo – eine grammatische Besonderheit

Der Voseo ist vielleicht die markanteste grammatikalische Eigenheit des argentinischen Spanisch. Statt des Pronomens „tú“ (du) verwenden Argentinier „vos“, was historisch dem deutschen „Ihr“ entspricht. Diese Verwendung bringt eine eigene Konjugation mit sich.

Vergleichen Sie diese Beispiele:

Europäisches SpanischArgentinisches SpanischDeutsch
Tú tienesVos tenésDu hast
Tú hablasVos hablásDu sprichst
Tú eresVos sosDu bist
Tú vienesVos venísDu kommst

Die Verben werden beim Voseo in der Gegenwart immer auf der letzten Silbe betont, was den charakteristischen Klang erzeugt. Auch die Imperativformen unterscheiden sich: Statt „habla“ (sprich) sagt man „hablá“.

Eine weitere Besonderheit: Das Personalpronomen „vosotros“ (ihr) wird in Argentinien nicht verwendet. Stattdessen nutzt man „ustedes“ sowohl für die formelle als auch für die informelle Anrede in der zweiten Person Plural. Dies vereinfacht die Konjugation erheblich, da eine ganze Verbform entfällt.

Wenn Sie in Argentinien mit europäischem Spanisch sprechen, wird Sie jeder verstehen. Die Antworten werden jedoch im Voseo erfolgen, und das Ohr gewöhnt sich schnell an diesen sympathischen Singsang.

Wortschatz – argentinische Begriffe

Der argentinische Wortschatz hat durch die italienische Einwanderung und lokale Entwicklungen zahlreiche Eigenheiten entwickelt. Hier sind einige wichtige Unterschiede, die Sie als Reisender kennen sollten:

Transport und Alltag:

  • Colectivo oder umgangssprachlich bondi statt „autobús“ für Bus
  • Birome statt „bolígrafo“ für Kugelschreiber
  • Heladera statt „nevera“ für Kühlschrank

Lebensmittel:

  • Frutilla statt „fresa“ für Erdbeere
  • Ananá statt „piña“ für Ananas
  • Morrón statt „pimiento“ für Paprika

Italienische Lehnwörter:

  • Birra statt „cerveza“ für Bier
  • Quilombo für Chaos (vom italienischen „chilombo“)
  • Laburo für Arbeit (vom italienischen „lavoro“)

Eine besonders charmante Tango-Referenz findet sich in der Redewendung „Soy Gardel“ (Ich bin Gardel). Damit meint jemand nicht, dass er der berühmte Tango-Komponist Carlos Gardel ist, sondern dass es ihm gut geht und er nichts weiter braucht.

Was bedeutet „Che“ – das berühmteste argentinische Wort?

„Che“ ist ein typisch argentinisches Füllwort, das verwendet wird, um Aufmerksamkeit zu erregen, Erstaunen auszudrücken oder jemanden freundschaftlich anzusprechen. Es ist so charakteristisch für Argentinien, dass Ernesto Guevara seinen weltberühmten Spitznamen „Che Guevara“ genau von diesem Wort erhielt.

Die Herkunft von „che“ ist faszinierend und wird viel diskutiert. Sprachwissenschaftler haben Ursprünge in verschiedenen indigenen Sprachen gefunden. Im Guaraní bedeutet „che“ „ich“ oder „mein“, während es in der Mapuche-Sprache „Leute“ oder „Person“ bezeichnet. Im Quechua wird „che“ als Ausruf verwendet, um die Aufmerksamkeit von jemandem zu erwecken – ähnlich wie das spanische „¡oye!“ (Hey!).

Laut der Real Academia Española wird „che“ heute verwendet, um die Aufmerksamkeit einer Person zu erregen oder Erstaunen und Überraschung auszudrücken. In Argentinien hat das Füllwort jedoch noch mehr Funktionen: Es wird auch verwendet, um etwas zu unterstreichen, und kann als Synonym für „Freund“ dienen.

Praktische Beispiele:

  • ¡Che, mirá! (Hey, schau mal!)
  • Che, ¿cómo andás? (Hey, wie geht’s?)
  • ¡Che, qué lindo! (Wow, wie schön!)

Der kommunistische Revolutionär Ernesto Guevara hieß eigentlich Ernesto, doch weil er das Füllwort „che“ übermäßig viel gebrauchte, erhielt er den Spitznamen „Che“ Guevara. Geboren in Argentinien, wurde er erst später kubanischer Staatsbürger – das argentinische „Che“ blieb jedoch sein Markenzeichen.

Was ist Lunfardo und warum ist er wichtig?

Lunfardo ist ein argentinischer Slang, der im 19. Jahrhundert in Buenos Aires entstand und heute Teil der alltäglichen Umgangssprache ist. Er zeichnet sich durch Lehnwörter aus verschiedenen Einwanderersprachen aus und ist eng mit der Tango-Kultur verbunden.

Der Lunfardo entstand in den Hafenvierteln von Buenos Aires, wo Einwanderer aus aller Welt zusammenkamen. Italiener, Spanier, Franzosen und viele andere brachten ihre Sprachen mit, und in dieser multikulturellen Umgebung entwickelte sich eine eigene Sprachform. Ursprünglich galt Lunfardo als Gaunersprache, die in Gefängnissen und unteren sozialen Schichten verwendet wurde.

Durch Radio und vor allem durch die Tangoliedtexte verbreitete sich der Lunfardo im ganzen Land. Viele berühmte Tangos enthalten Lunfardo-Begriffe, die die Emotionen und das Leben in Buenos Aires auf einzigartige Weise ausdrücken. Heute ist Lunfardo ein fester Bestandteil der argentinischen Jugendsprache und wird von allen sozialen Schichten verwendet, wie Sie bei einem Besuch unseres Artikels über argentinische Traditionen sehen können.

Vor dem Lunfardo gab es das Cocoliche, eine Mischsprache aus Italienisch und Spanisch, die Ende des 19. Jahrhunderts in Buenos Aires entstand. Obwohl Cocoliche heute nicht mehr gesprochen wird, enthält der Lunfardo noch viele Elemente davon.

Typische Lunfardo-Begriffe:

  • Laburo – Arbeit (vom italienischen „lavoro“)
  • Mina – Frau
  • Guita – Geld
  • Chamuyar – jemanden anquatschen, charmant reden
  • Quilombo – Chaos, Durcheinander

Eine weitere Besonderheit des Lunfardo ist die Silbenvertauschung: Aus „café“ wird „feca“, aus „tango“ wird manchmal „gotán“. Diese spielerische Umkehrung verleiht der Sprache einen besonderen Charakter.

Praktische Tipps: welche Sprache brauche ich für eine Reise nach Argentinien und Patagonien?

Für eine Reise nach Argentinien und Patagonien sind Spanischkenntnisse von großem Vorteil. In größeren Städten und touristischen Gebieten wird auch Englisch gesprochen, aber mit Spanisch können Sie die authentische Kultur viel besser erleben und tiefere Verbindungen zu den Menschen vor Ort knüpfen.

In Buenos Aires und anderen Großstädten kommen Sie mit Englisch oft gut zurecht, besonders in Hotels, Restaurants und touristischen Attraktionen. Die jüngere Generation spricht häufig Englisch, und in der Dienstleistungsbranche sind Fremdsprachenkenntnisse weit verbreitet.

Anders sieht es in ländlichen Regionen und abgelegeneren Gebieten wie Patagonien aus. Hier sind Spanischkenntnisse deutlich wichtiger, da Englisch seltener gesprochen wird. Die Menschen in Patagonien sind außerordentlich gastfreundlich und hilfsbereit, aber die Kommunikation erfolgt hauptsächlich auf Spanisch. Mit ein paar grundlegenden Phrasen kommen Sie jedoch schon erstaunlich weit, besonders wenn Sie von Buenos Aires nach Ushuaia reisen:

Nützliche Reisephrasen:

  • ¡Hola! ¿Cómo estás? – Hallo! Wie geht’s?
  • Por favor – Bitte
  • Gracias – Danke
  • ¿Cuánto cuesta? – Wie viel kostet das?
  • ¿Dónde está…? – Wo ist…?
  • No entiendo – Ich verstehe nicht
  • ¿Hablás inglés/alemán? – Sprichst du Englisch/Deutsch?

Ein besonderer Vorteil bei Reisen mit Australis Expeditionskreuzfahrten ist, dass unsere erfahrenen Guides mehrsprachig sind und die Expeditionen auf Deutsch, Spanisch und Englisch begleiten. So können Sie sich voll auf das Naturerlebnis konzentrieren, ohne sich um Sprachbarrieren sorgen zu müssen, besonders bei der Anreise nach Patagonien.

Die sprachliche Vorbereitung auf eine Argentinienreise kann Ihr Reiseerlebnis erheblich bereichern. Wenn Sie ein paar Wochen vor der Reise beginnen, grundlegende Spanischkenntnisse aufzufrischen, werden Sie die Herzlichkeit und Offenheit der Argentinier noch intensiver erleben können. Und keine Sorge wegen des Voseo – auch wenn Sie mit „tú“ sprechen, werden Sie von allen verstanden.

Fazit: die sprachliche Vielfalt Argentiniens entdecken

Das argentinische Spanisch ist eine faszinierende Sprachvariante, die durch ihre Geschichte, kulturelle Einflüsse und regionale Besonderheiten geprägt wurde. Vom charakteristischen Voseo über das sympathische „Che“ bis hin zum ausdrucksstarken Lunfardo – die Sprache spiegelt die Identität dieses vielfältigen Landes wider.

Für Reisende bietet das Verständnis dieser sprachlichen Eigenheiten einen wertvollen Zugang zur argentinischen Kultur. Die melodische Aussprache, die italienischen Einflüsse und die lebendige Umgangssprache machen Gespräche mit Einheimischen zu einem besonderen Erlebnis. Ob Sie nun die majestätischen Gletscher Patagoniens erkunden oder durch die Straßen von Buenos Aires flanieren – mit ein paar Spanischkenntnissen wird Ihre Reise noch authentischer.

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Häufig gestellte Fragen zur Sprache in Argentinien

Kann ich in Argentinien mit Englisch zurechtkommen?

In größeren Städten wie Buenos Aires und touristischen Gebieten wird Englisch gesprochen, besonders in Hotels, Restaurants und bei jüngeren Menschen. In ländlichen Regionen und Patagonien sind Spanischkenntnisse jedoch sehr hilfreich. Bei Australis-Expeditionen stehen Ihnen deutschsprachige Guides zur Verfügung, sodass Sie sich keine Sorgen um die Verständigung machen müssen.

Verstehen mich Argentinier, wenn ich europäisches Spanisch spreche?

Ja, problemlos. Die Unterschiede zwischen europäischem und argentinischem Spanisch liegen vor allem in der Aussprache und einigen Vokabeln, aber die gegenseitige Verständigung funktioniert einwandfrei. Argentinier sind es gewohnt, verschiedene Spanischvarianten zu hören, und werden Sie ohne Schwierigkeiten verstehen.

Welche indigenen Sprachen werden in Patagonien gesprochen?

In Patagonien ist Mapudungun die wichtigste indigene Sprache, gesprochen von den Mapuche in den südlichen Anden. Die Anzahl der Sprecher ist jedoch begrenzt, und Spanisch dominiert die Region. In anderen Teilen Argentiniens sind Quechua und Guaraní verbreiteter.

Ist argentinisches Spanisch schwerer zu lernen als Spanisch aus Spanien?

Nicht unbedingt schwerer, aber anders. Die Voseo-Konjugation und die spezielle Aussprache erfordern etwas Gewöhnung, aber die grammatikalischen Strukturen sind grundsätzlich dieselben. Viele Lernende finden die Aussprache sogar einfacher, da der Seseo konsequenter ist als die Unterscheidung zwischen s, c und z im europäischen Spanisch.

Warum klingt argentinisches Spanisch wie Italienisch?

Das liegt an der massiven italienischen Einwanderung im 19. und 20. Jahrhundert. Etwa 60 Prozent der Argentinier haben italienische Wurzeln, was die Sprachmelodie und Betonung stark beeinflusst hat. Die charakteristische singende Intonation und viele Lehnwörter stammen direkt aus dem Italienischen und prägen das argentinische Spanisch bis heute.

Ursprünglich am 23. Dezember 2019 veröffentlicht, aktualisiert am 23. Dezember 2025.

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