Patagonien und andere Abenteuer-Reiseziel

Patagonien mit dem Rad: 3 atemberaubende Radrouten durch Patagonien

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11. Juli 2019  6 Minuten

Patagonien beflügelte die Fantasie unerschrockener Entdecker Jahrhunderte lang. Diese zerklüftete Region mit ihren rauen, wilden und unglaublich schönen Landschaften erstreckt sich vom argentinisch-chilenischen Seengebiet bis ins Feuerland. Aufgrund seiner beeindruckenden Vulkanlandschaften erfreut sich Patagonien auch unter Radfahrern immer größerer Beliebtheit.

Die beiden bekanntesten Fahrradrouten – Chiles Carretera Austral und Argentiniens Ruta 40 – verlaufen durch zerklüftete Gebirge und die wilde Steppe Patagoniens und dürften den meisten ambitionierten Radfahrern bekannt sein. Obwohl starke Winde, steile Auf- und Abstiege sowie unvorhersehbares Wetter diese Routen zu einer Herausforderung machen, sind weltweit nur wenige Fahrradrouten so malerisch.

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1. Auf der Carretera Austral durch Chile Richtung Süden

Radrouten Patagonien

Chiles legendäre Ruta 7 auf der Carretera Austral ist möglicherweise die berühmteste Fahrradroute durch Patagonien. Die Strecke umfasst zwei Drittel Schotterpiste und ist zu einem Drittel asphaltiert. Die chilenische Regierung baut die Straße langsam aus und jedes Jahr kommen einige neu asphaltierte Abschnitte hinzu. Unerschrockene Biker werden vielleicht die gesamte Strecke von 1247 km absolvieren wollen – zum Glück gibt es gewisse obligatorische Ruhepausen. Neben den Fahrten auf Landstraßen umfasst die Reise die Carretera Austral hinunter fünf Fährüberfahrten.

Trotz einiger langer Aufstiege verlangt die Carretera Austral den Radfahrern sonst keine besonderen Anstrengungen ab.

Die Straße beginnt in der hübschen Stadt Puerto Montt, wo sich die Abenteurer auf die bevorstehende Reise vorbereiten können. Zu Beginn stehen einige Fährüberfahrten auf dem Programm, darunter eine dreieinhalbstündige Fahrt nach Leptetu. Die Fahrt geht dann weiter Richtung Süden auf die Stadt Coyhaique zu, die sich genau auf halber Strecke befindet. Im Anschluss daran führt die Route durch das Naturschutzgebiet Cerro Castillo National Reserve und entlang den Ufern des wunderschönen Lago General Carrera. Cochrane ist der letzte größere Ort, wo Sie sich mit Vorräten eindecken können, ehe Sie den letzten Streckenabschnitt nach Villa O’Higgins zurücklegen.

2. Argentiniens Ruta 40

Die Ruta 40 durchläuft auf 5.000 km die ganze westliche Seite Argentiniens von Bariloche bis nach � Río Gallegos. Im Laufe der Strecke erreichen die Radfahrer 1.500 Höhenmeter, genießen tolle Ausblicke auf den Cerro Catedral Sur, passieren die Seen Gutierrez und Mascardi und fahren durch Cholila, das „wunderschöne Tal“ in der Sprache der Mapuche.

Die meisten Radfahrer starten ihre Tour in San Carlos de Bariloche. Die Stadt lädt mit zahlreichen Bars und Restaurants zum entspannten Verweilen ein. Von San Carlos aus werden zusätzliche Exkursionen, wie zu den Siete Lagos und dem Hängegletscher Cerro Tronador, angeboten. Von hier fahren die Radfahrer Richtung Süden nach El Bolsón und durch Cholila auf Esquel zu. Nach Esquel geht die Fahrt weiter nach Perito Moreno – der Ort darf aber nicht mit dem Perito-Moreno-Gletscher verwechselt werden!

Argentiniens berühmtester Gletscher befindet sich nämlich noch 600 km weiter im Süden. Diese unvergessliche Route führt dann am Torres-del-Paine-Nationalpark vorbei weiter nach Río Gallegos.

3. Testen Sie Ihre Ausdauer zwischen Villa O’Higgins und El Chaltén

Zu den anspruchsvollsten Radrouten Patagoniens zählt die Grenzüberquerung zwischen Chile und Argentinien. Diese Route umfasst zwei Bootsfahrten, Off-Road-Fahrten durch schlammige Wälder und eine 37 km lange Strecke durch schroffes Gelände und eignet sich deswegen nur für wirklich hartgesottene Mountainbiker. Für weniger widerstandsfähige Radfahrer gibt es jedoch eine Alternativroute. Diese großteils asphaltierte Straße durchquert Cochrane und führt dann zum Grenzposten Paso Roballos, wo sie wieder auf die Ruta 40 Richtung El Chaltén stößt.

Viele Bike-Enthusiasten stellen sich ihre persönliche Route durch Südamerika zusammen, indem sie Streckenabschnitte dieser drei Routen miteinander kombinieren. Eine Radtour durch Patagonien ist aufgrund der vielfältigen Eindrücke, Natursehenswürdigkeiten und Landschaften ein unvergessliches Erlebnis. Worauf warten Sie noch? Beginnen Sie jetzt, Ihre Radtour an das Ende der Welt zu planen.

Die Carretera Austral: Der ultimative Roadtrip in Chile

1. August 2018  5 Minuten

Roadtrips bieten Reisenden schon seit Langem die Möglichkeit, ein Land, seine Landschaften und Naturschönheiten nach eigenem Rhythmus zu entdecken und dabei grenzenlose Freiheit und Abenteuer zu erleben. Die Carretera Austral oder Ruta 7 in Chile gehören zweifelsohne zu den ultimativen Roadtrips in Südamerika.

Carretera Austral

Die Carretera Austral – teils asphaltiert, teils Schotterpiste – verläuft auf einer Strecke von 1.240 km durch die nördlichen Teile des chilenischen Patagoniens von Puerto Montt im Seendistrikt Richtung Süden bis nach Villa O’Higgins.

Vor dem Bau waren die südlichen Regionen Los Lagos und Aysén praktisch vom Rest Chiles abgetrennt, weil es nur vereinzelt Straßen gab und der Land- und Seetransport sehr schlecht ausgebaut war.

Carretera Austral

1976 wurde mit dem Bau der Straße begonnen, die 2000 fertiggestellt wurde. Die Carretera Austral verbindet nun 35 Städte in der Region und dient Touristen als Hauptroute, um Chile abseits der Zivilisation kennenzulernen.

Seit 2016 wird die Straße saniert, wobei sie laut Plan Ende 2017 vollends asphaltiert sein soll.

Was spricht für einen Roadtrip entlang der Carretera Austral?

Trotz seiner riesigen Weiten ist dieser Teil Patagoniens nur sehr spärlich besiedelt. Ungefähr 100.000 Einwohner leben in den Kleinstädten und Dörfern an der Carretera Austral.

Aber gerade aufgrund dieser dünnen Besiedelung und fehlender Erschließung fühlen sich so viele Reisende von der Ruta 7 angezogen. Die Straße verläuft durch 18 Naturreservate und Schutzgebiete mit ursprünglichen, kaum berührten Naturlandschaften.

Carretera Austral

Zu den Top-Höhepunkten entlang der Carretera Austral gehören:

  • Parque Pumalín: Der 290.000 Hektar große Parque Pumalín befindet sich im Norden der Carretera Austral und wurde von Tompkins Conversation gegründet. Eine Reihe von Wanderwegen führt durch den Park vorbei an atemberaubenden Landschaften, die von Fjorden über Vulkane bis hin zu valdivianischem gemäßigtem Regenwald reichen.
  • Puyuhuapi: Diese malerische Stadt befindet sich am Rande des Puyuhuapi-Fjords und ist von majestätischen Landschaften, dichten Wäldern und Thermalquellen umgeben. Auch wenn die Stadt nicht allzu viel bietet, machen Ausflüge zum nahegelegenen Nationalpark und seinem dramatisch hängenden Gletscher einen Aufenthalt von einigen Tagen in Puyuhuapi lohnend.
  • Coyhaique: Coyhaique, die größte Stadt an der Carretera Austral, dient den meisten Besuchern der Region als Ausgangsort und bietet gute Restaurants und komfortable Unterkünfte. Der Naturpark Río Simpson und Coyhaique birgt zahlreiche Wanderwege durch dichte Wälder mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund.
  • Puerto Río Tranquilo: Dieser kleine Ort liegt am Ufer des Lago General Carrera und ist für eine Reihe von Touren zu wahrhaftig wundervollen Gesteinsformationen und durch einzigartige Landschaften bekannt. Ganz oben steht einer der beeindruckendsten und schnell abschmelzenden Gletscher Patagoniens, der Gletscher San Rafael, der vom Ort aus erreichbar ist. Ein Bootsausflug über die Seen zu den wunderschönen bunten Marmorkapellen ist ein weiteres Highlight.

Für den ultimativen Roadtrip durch Chile mieten Sie sich ein Auto in Puerto Montt. Fahren Sie die Strecke ganz und machen Sie Zwischenstopps in Chaitén, Puyuhuapi, Coyhaique, Puerto Río Tranquilo, Cochrane und Villa OHiggins.

 

 

 

 

 

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