Patagonien und andere Abenteuer-Reiseziel

Urlaub in Patagonien: Erkunden Sie das Land der Gletscher

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Da sich die Nördlichen und Südlichen Patagonischen Eisfelder (die größte geschlossene Eisfläche der Welt außerhalb der Polregion auf der Südlichen Halbkugel) in Patagonien befinden, sind die Gletscher wohl das Naturmerkmal, das Patagonien zu etwas ganz Besonderem macht. Der gesamte chilenische Teil Patagoniens und die westlichsten Gebiete des argentinischen Teils von Patagonien waren einst komplett vom riesigen Patagonischen Eisschild bedeckt, weshalb ein Trip zu einem der vielen Gletscher der Region auf keiner Reise durch Patagonien fehlen darf.

Gletscher sind nicht nur ein Relikt der vielen Eiszeiten, die einst die Erde beherrschten, sondern sie besitzen auch für die Menschen eine besondere Bedeutung, da sie zusammen mit Eisschilden 75 % des Süßwassers weltweit speichern. Und während der unberuhigend schnelle Rückzug der Gletscher auf der ganzen Erde eine dringende Herausforderung darstellt, werden die Besucher Patagoniens von dem Ruf des Landes als Land der Gletscher inspiriert. Ein Trip zu einem dieser riesigen Eisgiganten wird Ihnen bestimmt als unvergessliches Highlight in Erinnerung bleiben.  

Der Perito-Moreno-Gletscher: eine Must-see-Natursehenswürdigkeit auf Ihrer Reise durch Patagonien

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Der erfurchterregende Perito-Moreno-Gletscher in der Nähe von El Calafate, Argentinien, wird bei der Reiseplanung von den meisten Besuchern als erstes berücksichtigt. Tausende von Besuchern kommen jedes Jahr in die Region, um bei einer Wanderung über das Netzwerk aus Holzstegen dem Gletscher näher zu kommen. Der Gletscher ist 156 km² groß und 30 km lang.  

Auch wenn der Perito-Moreno-Gletscher mit 72 m alles andere als hoch ist, macht es die Mischung aus weißen und dunkelblauen Flecken, die ihn aufgrund des dichten, komprimierten Eises zu einem perfekten Fotoreiseziel machen.

Das seltsame Klirren der Eisbrücke

Während sich beim einem Besuch am Nachmittag das spektakuläre Kalben des Gletschers besser beobachten lässt, wenn Eisbrocken von seinem Ende in den Lago Argentino unterhalb abbrechen, ist der Perito-Moreno-Gletscher wegen seines noch beeindruckenderen Aussehens berühmt.

Alle paar Jahre rückt der Gletscher bis über den südlichen Arm des Sees bis zum entfernten Ufer vor und lässt einen Damm entstehen. Da die Schmelzwasser des Gletschers weiterhin diesen Abschnitt des Sees speisen, steigt das Wasser an dieser Stelle bis zu 30 m an und aufgrund des ungemeinen Druck des Wassers wird die blockierende Eismasse einfach ausgehöhlt. Beim Einströmen des Schmelzwasser in den See entsteht dadurch eine Eisbrücke.

Wenn die Eisbrücke unterhalb immer weiter ausgehöhlt wird und sich selbst nicht länger tragen kann, stürzt die ganze Struktur in sich zusammen, was einen spektakulären Sturz von Eismassen in die milchig-blauen Gewässer des Lago Argentino zufolge hat. Da derartige Einbrüche normalerweise nur alle vier bis fünf Jahren geschehen und dies gerade erst im März 2016 der Fall war, ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein erneuter Einbruch in Bälde ansteht.

Ein Gletscher, der allen Widrigkeiten zum Trotz weiter voranrückt

Aber auch wenn man dieses beeindruckende Naturverhalten außer Acht lässt, stellt der Perito-Moreno-Gletscher ein wissenschaftliches Enigma dar. Andere Gletscher in der Region, wie der nahegelegene Upsala haben sich schnell zurückgezogen und, auch wenn beide vom Südlichen Patagonischen Eisfeld gespeist werden, ist der Perito-Moreno-Gletscher einer der wenigen Gletscher Patagoniens die weiter vorstoßen. Jeden Tag rückt der Gletscher durchschnittlich zwei Meter weiter vor.

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Schließen Sie sich einer Bootstour zum Pio-IX-Gletscher an

Auch wenn Argentinien über eine Vielzahl der bekanntesten Gletscher Südamerikas verfügen mag, befinden sich in Chile 83 % sämtlicher Gletscher Südamerikas. Eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten ist der Gletscher Pío XI, der sich weiter nördlich von Kap Hoorn und der Darwinkordillere befindet und ein unverzichtbarer Bestandteil eines Patagonienurlaubs ist.

Obwohl der Pío XI (auch als Brüggen-Gletscher bekannt) nicht so viele Besucher aufweist wie der Perito Moreno, ist er mit 80 km der längste Gletscher der südlichen Hemisphäre (außerhalb der Antarktis). Mit einer Gletscherfront von etwa 6 km und einer Höhe von etwa 76 m ist er ein beeindruckender Eisriese, der auch die herausfordernde Anreise rechtfertigt. Um den Gletscher in einer Patagonien-Reise zu besuchen, müssen Reisende eine Expeditionsfahrt mit einem Schiff von Puerto Natales aus unternehmen.

Wichtige Einblicke in die Auswirkungen des Klimawandels

Der Pío-XI-Gletscher ist für Wissenschaftlicher bei der Messung der Auswirkungen des Klimawandels von beachtlichem Interesse, da dieser Gletscher im letzten Jahrhundert aktiv vorangeschritten ist. Im Zeitraum von 1946 bis 1976 rückte der Gletscher über den Eyre-Fjord hinaus vor und schnitt den Lake Greve vom Meer ab, ehe er sich letztendlich stabilisierte.

Wissenschaftler hoffen, dass sie durch die Erforschung von Gletschern, wie dem El-Perito-Moreno oder dem Pío-IX, wertvolle Informationen über die Auswirkungen der sich ändernden Klimata auf diese kostbaren Regionen der Welt gewinnen können.

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1 Kommentar

[…] Die Überreste dieses epischen Eisschildes bestehen heute in den Eisfeldern Süd- und Nordpatagoniens fort, welches berühmte Gletscher, wie den Perito-Moreno-Gletscher in Argentinien und den Pía-Gletscher in Chile speisen. […]