Patagonien und andere Abenteuer-Reiseziel

Leben im argentinischen Patagonien als Expat

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Wenn Sie sich nach mehr Entschleunigung und Beschaulichkeit in Ihrem Leben sehnen und außerordentliche Natur (und Wetter) mögen, ist Patagonien vielleicht der richtige Ort für Sie. Das Leben in Patagonien kann man nicht einfach verallgemeinern. Die Südspitze Südamerikas ist landschaftlich und klimatisch sehr vielseitig und somit auch die Lebensbedingungen an den unterschiedlichen Orten.

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Patagonien verbindet man mit beeindruckenden Bergmassiven und Naturparks, Guanakos und zahlreichen marinen Lebensräumen. Große Teile des argentinischen Patagoniens liegen in einer flachen Hochebene mit nur geringen geografischen Veränderungen und wenig Regen. Durch diese Region können Sie stundenlang fahren und erspähen nichts wirklich Interessantes.  

Im Gegensatz dazu ist in den Städten entlang den von Nord nach Süd verlaufenden Anden viel geboten. Aufgrund der einzigartigen und wunderschönen Landschaften – hohe Berggipfel und beeindruckende Gletscher – floriert in diesen Regionen der Fremdenverkehr. Tolle Trekkingrouten und atemberaubende Natur machen diese Region sehr attraktiv für Besucher.

Viele Expats haben sich in diesen Städten, insbesondere im wärmeren Norden des Landes, niedergelassen. Unter Expats und digitalen Nomaden erfreuen sich San Carlos de Bariloche und El Bolsón wachsender Beliebtheit.

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Orte für ein gutes Leben in Patagonien 

San Carlos de Bariloche

Bariloche ist unter Expats sehr beliebt. Die Stadt ist das Eingangstor zur patagonischen Seenplatte und besticht durch ihre einzigartige Lage am Rande eines riesigen, klaren Gletschersees mit beeindruckender Bergkulisse im Hintergrund. Das Gebirge ist von verschiedenen Seen umgeben und gilt unter argentinischen und ausländischen Urlaubern als beliebtes Reiseziel im Sommer. Gerade Wanderer, Kajakfahrer und Abenteuersportler finden hier ideale Bedingungen vor.

Das Skigebiet Cerro Catedral befindet sich in der Nähe von Bariloche. Diese Vorzüge in Bezug auf den Lebensstil in Kombination mit einer angemessenen und günstigen Gesundheitsversorgung, einem guten Ausbildungsstandard und niedrigeren Mietkosten als in Nordamerika wird deutlich, warum sich digitale Nomaden von dieser Region so angezogen fühlen.

Digitale Nomaden können einem guten Lebensstandard frönen, wenn sie für Unternehmen aus den USA oder Europa arbeiten. Wie Sie vielleicht schon erwartet haben, gibt es vor Ort nicht allzu viele Jobmöglichkeiten. Expats können jedoch Arbeit als Englischlehrer, Führer oder Trainer für verschiedene Freizeitaktivitäten finden. Auch Skilehrer (saisonal) sind im Winter gefragt, um Touristen in der Skisaison das Skifahren in verschiedenen Sprachen beizubringen.

El Bolsón

Der etwas weiter im Süden am Ufer des Flusses Quemqemtreu gelegene Ort Bolsón wurden in den 1970er Jahren als Hippie-Ort unter Aussteigern beliebt. In dieser Stadt, die durch ausgezeichnete Wanderbedingungen und klare reine Luft besticht, ist immer noch etwas von diesem früheren Blumenkinder-Flair zu spüren und auch heute lebt dort noch eine kleine Hippie-Kommune. Vegetarier, Naturliebhaber, Freunde des Kunsthandwerks und Abenteuerfans kommen hier voll auf ihre Kosten.

El Chaltén und El Calafete

Das weiter im Süden gelegene El Calafete ist ein ewiger Anziehungspunkt für Besucher, die den berühmten Gletscher Perito Moreno besuchen wollen, den einzigen Gletscher der Welt, der noch wächst. Hier findet man im Fremdenverkehr Arbeit, aber sonst gibt es kaum Jobmöglichkeiten. Viele Menschen, die unter diesen kalten klimatischen Bedingungen leben, verbringen die rauen Wintermonate Juli und August im milederen Norden.

El Chaltén, ebenfalls im Nationalpark Los Glaciares gelegen, ist eine abgelegene Stadt, die als Drehscheibe und Ausgangspunkt für Bergtouren und landschaftlich reizvolle Tageswanderungen bekannt ist. Voon hier aus starten Wanderer ihre Routen zum Cerro Torre und Mount Fitz Roy.

Das Ende der Welt

Am Ende der Welt, im Feuerland, ist das Wetter extrem, kalt, windig und rau. Diese Region zieht nur wenige Liebhaber des Extremen an – Leute mit verrücktem Lebensstil, denen extreme Klimabedingungen nichts auszumachen scheinen.

Ushuaia  in Tierra de Fuego liegt näher an der Antarktis als an Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien (1.200 km bzw. 3.000 km) und gilt als die südlichste Stadt der Welt. Hier ist es kalt, rau und windig. Die meisten Reisenden kommen hierher, um den Beagle-Kanal zu erkunden oder um sich auf eine Kreuzfahrt zur Antarktis zu begeben. Diejenigen, die im Feuerland leben, sind fast das ganze Jahr über harschen Umgebungsdingungen ausgesetzt. Zudem ist das Leben hier nicht billig, da alles aus dem weit entfernten Norden gebracht werden muss.

Kultur und Bräuche in Patagonien

Lebendige Kultur

Argentinien besitzt eine lebendige Kultur. Argentinier beginnen bereits jung auszugehen und sind normalerweise bis in die frühen Morgenstunden unterwegs. Sie essen spät zu Abend, oft erst gegen 22 Uhr oder später und gehen danach aus. Die meisten beginnen damit bereits ziemlich jung. Sie machen gerne Party, treffen sich mit Freunden und chillen an ihren freien Tagen. Wie auch in anderen Ländern, in denen Spanisch die Landessprache ist, gibt es in Argentinien viele Feiertage.

Essen in Patagonien

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Wenn man sich an einem neuen Ort niederlässt, sollte man das lokale Essen mögen. Patagonien zeichnet sich durch seine gute, jedoch sehr fleischlastige Küche aus. Lamm spielt in Patagonien eine wichtige Rolle. Nicht alle Tiere können in dieser Landschaft und unter den teilweise extremen Klimabedingungen gehalten werden. Schafe können in Patagonien problemlos gezüchtet werden, so dass die lokale Küche zahlreiche Lammgerichte umfasst. Patagonisches Lammfleisch gilt als hochwertig und zart. Das patagonische Lamm am Spieß (Cordero al palo) gilt als lokale Delikatesse. Das mit Salz gewürzte Lammfleisch wird dabei mehrere Stunden oder den ganzen Tag im Freien gebraten, damit es weich und zart wird.

Die patagonische Küche bietet jedoch noch viel mehr: eher unbekanntere Fleischarten, wie Wildschweine, Hirsche und Guanakos, einzigartige Zubereitungsmethoden (einige Gerichte werden in einem Loch im Boden mit heißen Steinen gegart), Fusion ausländischer und lokaler Garmethoden, exzellente Fische aus Fluss und Meer sowie Meeresfrüchte.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten in Argentinien sind niedriger als in Nordamerika und Europa. Expats, die Einkünfte in ausländischer Währung erhalten, profitieren von den niedrigeren Mietpreisen in Argentinien. Patagonien ist aufgrund der Transportkosten nicht ganz so billig wie andere Teile Patagoniens (Kurzzeitbesucher sollten ihre Ausrüstung mitbringen und nicht vor Ort alles neu kaufen). Im Großen und Ganzen sind die Kosten von Dienstleistungen und die Lebenshaltungskosten erschwinglich.

Günstige medizinische Versorgung

Die Kosten für die medizinische Versorgung sind in Argentinien angemessen. Die Kosten für die Gesundheitsversorgung sind sogar so erschwinglich, dass das Land mittlerweile als beliebtes Zielgebiet für den Gesundheitstourismus gilt. Argentinien verfügt über ein privates und öffentliches Gesundheitswesen mit angemessener Qualität. Viele Expats leisten sich gerne eine private Krankenversicherung, insbesondere US-Bürger, da die Preise im Vergleich zu Nordamerika sehr erschwinglich sind und die angebotenen medizinischen Dienstleistungen als gut gelten.

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