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Abenteuer Naturfotografie – auf Fotopirsch in Patagonien

Australis

Jeden Tag geht die Sonne unter. Während dieses Naturschauspiel in der Heimat eher beiläufig vorbeizieht, ist es in der passenden Naturkulisse ein Highlight, an das es sich zu erinnern lohnt. So gibt es wahrscheinlich niemanden, der am im Nationalpark Torres del Paine am Fuße der Anden stand, während sich der Himmel rot färbte, der diesen Anblick je wieder vergessen hat. Es bietet sich an, solche Momente als Naturfotografie festzuhalten.

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Inspiration für preisgekrönte Bilder

In ganz Patagonien erstrecken sich zahlreiche Landschaften und Orte, die dazu einladen, den Zauber der Natur und des Lebens aufs Neue zu entdecken und die gewonnenen Eindrücke in wunderschönen Bildern festzuhalten. Nicht umsonst wurden zahlreiche preisgekrönte Naturfotografien in Patagonien geschossen. Erst im Oktober 2018 war es wieder so weit: Der österreichische Naturfotograf Rupert Kogler gewann den internationalen „Oasis Photo Contest“ für seine Fotografie von zwei Guanakos, die er zum perfekten Zeitpunkt aus genau dem richtigen Winkel anvisierte. In den putzigen Tieren steckt übrigens ein gutes Stück Geschichte. Genau genommen handelt es sich bei den Guanakos um die Urform der domestizierten Lamas. Angesichts der Tatsache, dass die „wilden Lamas“ im Nationalpark frei herumlaufen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass eins der Guanakos auch vor Ihre Linse huscht.

Entdeckungstour im Nationalpark

Ausgerüstet mit einer Kamera werden Sie in Patagonien zum stillen Beobachter atemberaubender Naturschauspiele und bringen die schönsten Souvenirs mit nach Hause: Naturfotografien. Allein im Nationalpark Torres del Paine warten 1814 Quadratkilometer faszinierender Landschaft darauf von Ihnen entdeckt zu werden. Die hoch aufragenden Berge und weiten steppenartigen Ebenen stehen Ihnen für faszinierende Naturfotografie Modell. Mit etwas Glück, begegnen Sie im Park vielleicht sogar einer Herde Wildpferde. Die Baguales durchstreifen die Hochebenen und überleben trotz harter Witterung und natürlicher Feinde wie dem Puma in freier Wildbahn. Nennenswert sind auch die zahlreichen Vögel, die den Nationalpark bewohnen:

 

Der Schwarzhalsschwan mit seinem namensgebenden schwarzen Hals und dem auffälligen roten Schnabelwulst kommt nur im Süden Südamerikas vor.

Auch den Andenkondor bekommen Sie nirgendwo sonst zu Gesicht. Der Wappenvogel einer südamerikanischer Staaten ist insbesondere aufgrund seiner Größe – die Spannweite der Flügel beträgt bis zu drei Meter – unverkennbar.

Etwas kleiner ist hingegen der Magellan-Uhu. Die Eulen schaffen es mit ihrem verschlafen wirkenden Gesicht auf ein Gewicht von etwa 800 Gramm, sind aber trotzdem kein enttäuschender Anblick, sondern gern gesehenes Fotomotiv.

Faszinierende Gletschergebiete

Nicht nur die Tierwelt Patagoniens bietet Material für aufregende Fotos. An der östlichen Seite des Parks grenzt das größte Gletschergebiet der Region, Campo de Hielo Sur. Mit einer Fläche von etwa 13 000 Quadratkilometern ist es das größte Gletschergebiet der Südhalbkugel, mit Ausnahme der Antarktis. Der Perito-Moreno-Gletscher ist wiederum der größte Gletscher in dem Gebiet und dementsprechend ein beliebtes Motiv für eindrucksvolle Bilder. Insbesondere vom Wasser aus bietet der Gletscher einen unvergesslichen Anblick. Die Kalbungsfront, die sichtbare Kante des Gletschers, von der die Eismassen abbrechen, ragt an ihrem höchsten Punkt etwa 77 Meter über die Wasseroberfläche. Allerdings zeigt sich nur die Spitze des gewaltigen Gletschers. Am tiefsten Punkt im Canal de los Témpanos ragt das Eis 164 Meter unter Wasser. Schwer zu fassen, wie viel Tonnen Eis tatsächlich hinter dieser Gletscherwand stecken. Einige Hundert Kilometer weiter südlich schiebt der Pia-Gletscher seine Eismassen aufs Meer. In regelmäßigen Abständen brechen große Teile der Eisfront ab und platschen wellenauftreibend ins Wasser. Mit etwas Glück fangen Sie genau den Moment, in dem der hellblaue Klotz ins Wasser donnert, auf einem Foto ein.

Reisen Sie bis zum Ende der Welt

Noch weiter Richtung Süden befindet sich die Stadt Ushuaia. Die Argentinier nennen sie auch gerne die südlichste Stadt der Welt. Auch wenn das geografisch nicht ganz korrekt ist, fühlt es sich doch ein bisschen so an, als läge die Hauptstadt des Feuerlandes am Ende der Welt. Hier zeigt sich deutlich, wie schön es ist, wenn Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. Seelöwenkolonien, Schwarzdelfine und putzige Rudel watschelnder Pinguine tummeln sich nur unweit von der Hauptstadt. An jeder Ecke bietet sich ein neues Bild für abwechslungsreiche Naturfotografie. Wenn Sie gerne zu Fuß unterwegs sind, empfiehlt sich ein Besuch des Tierra del Fuego Nationalparks. Die Wanderwege sind gesäumt von hochgewachsenen Buchen, den Lengas. An manchen spärlich bewachsenen Ebenen stehen vereinzelte Flaggenbäume schief in der Landschaft. Durch das Wetter geprägt, wirken die Bäume als würden sie von einer extrem starken Bö zur Seite gepresst, selbst, wenn kein Lüftchen weht. Es macht ein bisschen den Eindruck, als hätten die immergrünen Buchen die Schauspielerei für sich entdeckt. Ihr Lieblingsstück: Vom Winde verweht.

Naturfotografie fängt Sonnenuntergänge ein

Eins steht fest: Wenn Sie sich dazu entschließen, auf eine Fotopirsch nach Patagonien zu gehen, wird es Ihnen an faszinierenden und einzigartigen Fotomotiven nicht fehlen – vielleicht aber an Speicherkapazität auf der SD-Karte. Sorgen Sie also für ausreichende Wechselmedien, wäre doch schade, wenn Sie einen Sonnenuntergang nicht mit nach Hause nehmen könnten…

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